Depressionen dürfen kein Tabu-Thema sein
Posted on | November 13, 2009 | No Comments
Depressionen dürfen kein Tabu-Thema sein wird in diesem Bericht geschrieben.
«Depressionen dürfen kein Tabu-Thema sein», sagte Holger Hieronymus, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Gemeinsam mit der Vereinigung der Vertragsfußballer (VdV) und unter Einbeziehung der Kommission Sportmedizin des DFB werde ein offenerer Umgang mit dem Thema angestrebt. DFB-Präsident Theo Zwanziger machte die Suche nach Antworten sogar zur Verpflichtung für den deutschen Fußball.
Wikipedia bezeichnet Depressiv folgendermaßen :
Depressiv (lat. deprimere „niederdrücken“) bezeichnet umgangssprachlich einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit. In der Psychiatrie wird die Depression den affektiven Störungen zugeordnet. Im gegenwärtig verwendeten Klassifikationssystem psychischer und anderer Erkrankungen (ICD 10) lautet die Krankheitsbezeichnung depressive Episode oder rezidivierende (wiederkehrende) depressive Störung. Die Diagnose wird allein nach Symptomen und Verlauf gestellt. Zur Behandlung depressiver Störungen werden unterschiedliche Verfahren der Psychotherapie, wie beispielsweise tiefenpsychologische oder verhaltenstherapeutische Verfahren eingesetzt. Zusätzlich oder als alleinige Therapie erfolgt die Gabe von Antidepressiva.
Zu folgende Punkten werde ich später noch aus eigener Erfahrung berichten.
- Stimmungseinengung (Verlust der Fähigkeit zu Freude oder Trauer; Verlust der affektiven Resonanz, d. h. der Patient ist durch Zuspruch nicht aufhellbar),
- Antriebshemmung, zu der auch eine Denkhemmung gehört,innere Unruhe, Schlafstörungen.
- Diese Schlafstörungen sind Ausdruck eines gestörten 24-Stundenrhythmus. Häufig geht es dem Kranken in den frühen Morgenstunden so schlecht, dass er nicht mehr weiter schlafen kann. Liegt diese Form des gestörten chronobiologischen Rhythmus vor, fühlt sich der Patient am späten Nachmittag und Abend jeweils besser, bis dann einige Stunden nach Mitternacht die depressive Symptomatik in voller Stärke wieder einsetzt.
Ein Twitter Vogel zwitscherte folgendes:
Bei allem Respekt – ob man gut beraten ist, keine 20 Stunden nach dem Selbstmord des Partners eine Pressekonferenz zu geben? Sascha Lobo über Twitter
Ich denke schon das es in diesem Fall eine sehr gute Idee gewesen ist, da Robert Enke im öffentlichem Leben stand. Frau Enke hat jetzt die Zeit die Sie braucht um Abschied zu nehmen. Fern von allem Medienrummel um ihre Person sollte sie zu neuer Kraft kommen.
In der Pressekonferenz wird der behandelnde Psychologe gefragt wie man so etwas nicht bemerken kann, oder wie es möglich sei etwas so unbemerkt zu halten . Ich denke das in jedem, der an einer depressiven Erkrankung leidet, ein guter Schauspieler steckt. Viele führen ihren Alltag weiter so als wenn alles normal laufen würde, gehen morgens zur Arbeit und leben ihren Alltag, doch schon durch eine kleine Unannehmlichkeit kann alles kippen. Plötzlich beginnt der Puls zu schlagen, die Unruhe bricht aus einem hervor und die Gedanken springen von einem Punkt zum nächsten. Alles stürzt über einem zusammen, und der Ausweg aus der Situation scheint aussichtslos. Vielleicht gerade noch mit den Freunden in der Kneipe und 3 Stunden später wird man auf der Intensivstation wach, und einem wird klar “Das ist nicht der Himmel”. ”Man kann jedem nur vor den Kopf gucken ” lautet doch ein Sprichwort, was in diesem Fall auch voll zutrifft. Ich möchte hier keinen als Schauspieler betiteln der an einer depressiven Erkrankung leidet, da ich als betroffener auch meine eigenen Erfahrungen machen durfte. Grade mit den Reaktionen des Umfeld ist am Anfang schwer umzugehen, da man ja keinerlei Erfahrungen mit dieser Krankheit hat. Wenn man wie im Fall Robert Enke noch im öffentlichen Leben steht, verwundert es mich nicht das er diesen frei Tot gewählt hat.
Die öffentlichen Kampagnen, welche im Video (Depression 3/3 (Wenn die Seelen trauer tragen) kurz Angesprochen werden, sollen drei Grundbotschaften übermittelt.
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Depression kann jeden treffen!
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Depression ist behandelbar!
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Depression hat viele Gesichte!
In manchen Fällen werden die Depressionen durch einen Burnout hervorgerufen. Schlimm ist allerdings das bestimmt einige von den Lesern sich jetzt fragen ”Was hat verbranntes Gummi mit Depressionen zu tun?” Liebe nicht depressive Erkrankten: eine chronische Erschöpfung, siehe Burnout-Syndrom und nicht das gezielte Durchdrehenlassen der Reifen eines Fahrzeugs, siehe Fahrtechnik#Burn-out . Ich hatte mal einen sehr guten Beitrag auf WDR gesehen, doch leider finde ich den gerade nicht mehr. Aber in diesem wird es auch gut dargestellt. Für alle die an die Reifen dachten hier eine Buchempfehlung:Depressionen für Dummies (Fur Dummies)
Weiter Links zum Thema.
- Depression 1/3 (Wenn die Seelen trauer tragen)
- Depression 2/3 (Wenn die Seelen trauer tragen)
- Depression 3/3 (Wenn die Seelen trauer tragen)
- Podcast zum hören
Viele Videos zum Thema gibt es auch bei Youtube.
Hier noch eine kurz Url zur Themen bezogenen Google suche: http://bit.ly/4a8gHy
Tags: behandelbar > Burnout > Burnout-Syndrom > Depression > Depressiv > Schlafstörungen > Tabu-Thema
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