Andre Holota – Presse
Andre Holota – Presse
Hier habe ich einen alten Artikel gefunden. Das Thema DSL in Velbert ist gelaufen. Nach meiner Erkenntnis wurde der Innenstadtring Mitte 2007 mit DSL versorgt. Ich bin 2006 umgezogen in eine Wohnung mit DSL. Was für ein knaller Erlebnis von ISDN auf DSL 16000 .
KREIS METTMANN
Velbert: Im Schneckentempo auf der Datenautobahn
Weil in der Stadtmitte Glasfaserkabel verlegt sind, gibt es hier keine schnellen DSL-Internetanschlüsse. Die Telekom prüft, ob sie investieren wird.
Velbert. Die Sache klingt paradox: Weil in der Innenstadt ein ultramodernes Telefonnetz vorhanden ist, gibt es dort keinen Weg zu schnellen DSL-Internetanschlüssen. DSL bedeutet Digital Subscriber Line und ist der Weg zu Highspeed-Internet: Seiten bauen sich schneller auf als bei ISDN-Anschlüssen oder analogen Modems, Downloads sind in kürzerer Zeit möglich und Mails mit groÃen Anhängen blockieren nicht ewig den Eingang des elektronischen Postfachs.
DSL basiert allerdings auf dem herkömmlichen Telefonkabel aus Kupfer. Und genau dieses gibt es in der Velberter City nicht mehr. Hier wurden Anfang der 90er Jahre von der Telekom moderne Glasfaserkabel verlegt damals der letzte Stand der Technik. Das Ziel war es, ISDN auszubauen. Das Problem heute: Damit Internetnutzer hier in den Genuss von DSL komen, müssen die Verteilerkästen mit speziellen Schnittstellen ausgerüstet werden “und die sind sehr teuer”, so Walter Genz von der T-Com-Pressestelle. Trotzdem sei bei dem Unternehmen “der gute Wille da”, auch “Glasfaser-Haushalte” ans Hochgeschwindigkeits-Netz zu bringen: “Seit Ende vergangenen Jahres laufen Pilotprojekte, bei denen die Technik getestet wird”, erläutert Genz.
Diese Tests würden etwa Ende Mai abgeschlossen. Dann schlieÃe sich eine Auswertungsphase an, bei der es um die Wirtschaftlichkeitsprüfung gehe. “Es muss einen Rückfluss für die Investitionen geben”, betont Walter Genz. Sprich: Es müssen sich ausreichend Kunden finden, die die Technik auch nutzen. “Wenn es ein mangelndes Interesse gibt, werden wir manche Gebiete leider noch nicht ausrüsten können”, sagt der Pressesprecher.
Andre Holota wartet seit sechs Jahren auf DSL. Er arbeitet beruflich mit dem Internet, erstellt in seinem Büro an der PoststraÃe Web-Produkte für Firmen und Privatkunden. Deshalb ist es für ihn besonders ärgerlich, im Schneckentempo auf der Datenautobahn kriechen zu müssen. Aber auch viele andere Geschäftsleute und Bürger sind von dem Problem betroffen. Laut Auskunft der Telebel vom 1. März ist in rund 50 StraÃen DSL nicht verfügbar, weil hier Glasfaserkabel liegen darunter FriedrichstraÃe, Friedrich-Ebert-StraÃe und ThomasstraÃe.
Seit geraumer Zeit setzt sich Holota für DSL in Velbert ein und zeichnet auch für eine Homepage verantwortlich, die Informationen rund um das Thema bietet (—-). Dass die Telekom tatsächlich in Velbert investieren wird, daran hat Andre Holota so seine Zweifel: “Ich bin der Meinung, dass die Telekom in naher Zukunft nichts machen wird, weil es sich für sie nicht lohnt.”
Die Alternative “Internet via Funk” hängt laut Holota davon ab, ob sich dafür ein Anbieter finden lässt. Auch über Satelit gibt`s DSL. Der Telekom-Sprecher räumt allerdings ein, dass dies nicht für jedermann passend ist: “Für Power-Sauger, die viel herunterladen, oder Dauer-Chatter ist das nicht geeignet, weil es keine Flatrates gibt.”
Bleibt die Hoffung, dass die Telekom doch Geld in die Hand nehmen wird, um den Wunsch von Andre Holota und vielen anderen in der City nach schnellem Internetzugang zu erfüllen. Wer Interesse hat, kann sich in T-Punkt-Geschäften oder unter der kostenlosen Rufnummer 0800 330 9000 registrieren lassen. “Ab Sommer werden wir die Kunden auch persönlich anschrieben”, kündigt Genz an.
01.04.05
Von Andrea Schmitz

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